Service · § 20b SGB V Prävention

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

BGM ist kein Programm, sondern ein strategisches System: nachhaltige Gestaltung von Strukturen und Kultur zum Schutz der Mitarbeitendengesundheit — mit klarem ROI.

Team-Workshop zu Gesundheitsthemen in hellem Konferenzraum

Was ist Betriebliches Gesundheitsmanagement?

BGM ist ein ganzheitliches Managementsystem, das Gesundheit als strategischen Erfolgsfaktor verankert. Es verbindet drei zentrale Handlungsfelder:

  • Arbeitsschutz: Compliance und Prävention von Unfällen und Berufskrankheiten
  • BGF (Betriebliche Gesundheitsförderung): Stärkung von Ressourcen und Gesundheit
  • BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement): Reintegration nach Krankheit

Abgrenzung BGM – BGF – BEM – Arbeitsschutz

BereichFokusRechtsgrundlageCharakter
ArbeitsschutzGefährdungspräventionArbSchG, DGUVPflicht, reaktiv
BGFRessourcenstärkung§ 20b SGB VKür, präventiv
BEMReintegration ab 6 Wochen AU§ 167 SGB IXPflicht, reintegrativ
BGMStrategische SystemintegrationAlle obigen + FührungStrategie, nachhaltig

Kernverständnis: BGM ist das Dach über Arbeitsschutz, BGF und BEM — ein kohärentes System statt Einzelmaßnahmen.

Rechtlicher Rahmen

§ 20b SGB V – Prävention auf Arbeitgeber-Ebene

Krankenkassen unterstützen Prävention und Gesundheitsförderung im Betrieb — Grundlage für BGM als anerkanntes Präventionssystem.

§ 3 Nr. 34 EStG – 600 € Steuerfreibetrag

Betriebliche Gesundheitsmaßnahmen sind bis 600 € p.a. pro Mitarbeitendem steuerfrei.

§ 167 SGB IX – BEM-Pflicht

Ab 6 Wochen Arbeitsunfähigkeit ist BEM rechtsverbindlich.

Der BGM-Prozess: Von der Analyse zur Evaluation

  1. Analyse & Diagnostik

    Bestandsaufnahme: AU-Quoten, Krankenstand, Mitarbeiterbefragung, Hot-Spots.

  2. Maßnahmenkonzeption

    Etablierung der drei Säulen mit klaren Verantwortlichkeiten und Budgets.

  3. Umsetzung & Management

    Strukturierte Durchführung, Schulung, Kommunikation, Dokumentation.

  4. Evaluation & Optimierung

    Kennzahlen-Review im PDCA-Zyklus.

Kennzahlen & ROI

BGM wirkt messbar wirtschaftlich:

  • AU-Quote & Krankenstand (DE-Schnitt: 3,5–4,5 %)
  • Präsentismus-Kosten (oft 2–3× höher als AU-Kosten)
  • Fluktuation & Retention
  • Unfallquoten im Trend

ROI-Faktor

Booz-Studie und Metaanalysen zeigen: 1 € Investition in BGF spart 2–3 € — durch weniger AU und höhere Produktivität. Krankenkassen-Zuschüsse nach § 20b SGB V verkürzen die Amortisation oft auf< 1 Jahr.

Warum CompDocs für Ihr BGM

  • Systemperspektive: Arbeitsschutz, BGF, BEM strategisch verbunden
  • Rechtliche Expertise: § 20b SGB V, EStG, BEM, ArbSchG
  • Datengetrieben: Reale AU-Quoten statt Bauchgefühl
  • Maßgeschneidert für KMU: Größe, Branche, Kultur, Budget
  • Begleitung: Konzept bis kontinuierliche Verbesserung
  • Messbarkeit: Klare KPIs, Reports, Audit-Nachweise

Häufig gestellte Fragen

Ist BGM Pflicht oder Kür?

Teilweise Pflicht (Arbeitsschutz, BEM), teilweise Kür (BGF). Strategisches BGM ist heute faktisch notwendig für Compliance und Arbeitgeberattraktivität.

Wie viel kostet ein BGM-System?

Basis-Konzeption für 50–200 Mitarbeitende: typ. 5.000–15.000 €. ROI 1–3 Jahre, oft durch Kassen-Zuschüsse gedeckt.

Können wir BGM selbst umsetzen?

Externe Begleitung reduziert Fehler, beschleunigt die Umsetzung und sichert die Erfolgschance — gerade für KMU.

Wie lange dauert die Einführung?

Konzept 2–3 Monate, Umsetzung 6–12 Monate. Erste Effekte (sinkender Krankenstand) nach 6–9 Monaten.

Welche Kassen-Unterstützung gibt es?

§ 20b SGB V: typ. 30–80 % der Maßnahmenkosten erstattet (Mittel: 50–60 %). Wir unterstützen bei Antragstellung.

Strategisches Gesundheitsmanagement aufbauen

Wir analysieren Ihre Situation, identifizieren Potenziale und entwickeln Ihren BGM-Fahrplan — mit klarem ROI und vollständiger Compliance.