Psychische Gefährdungsbeurteilung 2026
Arbeitsschutz

Psychische Gefährdungsbeurteilung 2026 – Verschärfte Kontrollen, digitale Tools und was Arbeitgeber jetzt tun müssen

Von CompDocs Redaktion9. April 202610 Min. Lesezeit

Nur 28% der deutschen Betriebe führen aktuell eine psychische Gefährdungsbeurteilung durch – obwohl sie seit 2013 gesetzlich verpflichtend ist. Ab 2026 wird die Kontrollquote auf 5% aller Betriebe verfünffacht und Bußgelder bis 30.000 EUR konsequent verhängt.

Gesetzliche Grundlage: Warum die psychische GBU Pflicht ist

Seit der Änderung des Arbeitsschutzgesetzes 2013 (§ 5 Abs. 3 Nr. 6 ArbSchG) sind Arbeitgeber verpflichtet, psychische Belastungen am Arbeitsplatz systematisch zu erfassen und zu beurteilen. Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) hat 2026 die Kontrollquote von 1% auf 5% erhöht.

28% Compliance-Quote

Nur gut jeder vierte Betrieb erfüllt seine Pflicht zur psychischen GBU (DEKRA Report 2025).

5% Kontrollquote ab 2026

Die Gewerbeaufsämter prüfen 5x so viele Betriebe wie bisher – eine Verfünffachung des Kontrolldrucks.

Bis 30.000 EUR Bußgeld

Bei fehlender oder mangelhafter psychischer GBU drohen empfindliche Strafen.

Der 7-Schritte-Prozess der psychischen GBU

1. Tätigkeiten und Arbeitsbereiche festlegen – 2. Psychische Belastungsfaktoren ermitteln – 3. Belastungen beurteilen – 4. Maßnahmen entwickeln – 5. Maßnahmen umsetzen – 6. Wirksamkeit prüfen – 7. Dokumentation und Fortschreibung.

Digitale Tools für die psychische GBU

Seit der DGUV-Reform 2026 sind digitale Tools rechtssicher einsetzbar: Online-Mitarbeiterbefragungen, KI-gestützte Auswertungstools und automatisierte Reporting-Systeme. Mindestens 5 auswertbare Fragebögen pro Tätigkeitsgruppe sind erforderlich.

Burnout-Risiko: Die Zahlen sprechen für sich

6 von 10 Beschäftigten berichten über Burnout-Symptome. Psychische Erkrankungen sind mit 43,7 Tagen die längste Krankschreibungsdauer. Die Kosten für Unternehmen liegen bei durchschnittlich 400–600 EUR pro Fehltag.

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